Innenzahnradpumpen – Aufbau, Funktion & Anwendungen

Innenzahnradpumpen sind effiziente und vielseitige Verdrängerpumpen zur Förderung von niedrig- bis hochviskosen, überwiegend reinen Medien. Sie zeichnen sich durch eine kompakte Bauweise, pulsationsarmen Betrieb und wirtschaftliche Einsatzmöglichkeiten aus. Auf dieser Seite erhalten Sie einen strukturierten Überblick über Aufbau, Funktionsweise, Leistungsdaten und typische Anwendungen von Innenzahnradpumpen – basierend auf industriellen Lösungen, wie sie beispielsweise von ZEIFLELDER Pumpen realisiert werden.

Was ist eine Innenzahnradpumpe?

Innenzahnradpumpen gehören zur Gruppe der Verdrängerpumpen und sind eine spezielle Bauform der Zahnradpumpen.

Durch ihre besondere Konstruktion bilden sie eine eigene Klasse innerhalb dieser Pumpentechnologie und bieten spezifische Vorteile bei der Förderung viskoser Medien.

Typische Einsatzgebiete:

  • Chemieindustrie
  • Kunststoff- und Polymerverarbeitung
  • Lebensmittel- und Prozessindustrie
  • Energie- und Verfahrenstechnik

Aufbau einer Innenzahnradpumpe

Eine Innenzahnradpumpe besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:

  • Pumpenkopf mit Innenzahnradkranz (Antriebswelle)
  • Außenverzahntes Zahnrad (mitlaufend, fliegend gelagert)
  • Antriebseinheit (Kupplung und Getriebemotor)
  • Optional: direktgekuppelte Motoren oder Magnetkupplung

Das außenverzahnte Zahnrad wird durch den Innenzahnradkranz angetrieben und ist im Pumpendeckel gelagert. Diese Bauweise ermöglicht eine kompakte und effiziente Konstruktion.

Funktionsweise von Innenzahnradpumpen

Durch die asymmetrische Anordnung von Innenzahnrad und außenverzahntem Zahnrad entsteht ein sich vergrößernder und verkleinernder Förderraum.

Dieser transportiert das Medium kontinuierlich von der Saugseite zur Druckseite.

Die wichtigsten Merkmale:

  • Förderung horizontal, vertikal oder im 90°-Winkel möglich
  • Pulsationsarme bis nahezu pulsationsfreie Förderung
  • Schmierung der Zahnräder durch das Fördermedium
  • Fördermenge variabel über Drehzahl oder Bypass
  • Druck abhängig vom Systemgegendruck

Die Förderleistung wird durch Baugröße, Modul, Drehzahl und Ausführung bestimmt. Spaltverluste begrenzen den maximal erreichbaren Druck.

Technische Leistungsdaten

Typische Leistungsbereiche:

  • Druck: bis 16 bar
  • Fördermenge: 0,6 bis 290 m³/h
  • Viskosität: 1 bis 200.000 mPas
  • Temperatur: -40 °C bis +300 °C
  • Leistung: bis 75 kW
  • Feststoffanteil: abhängig vom Medium (Prüfung erforderlich)
  • Feststoffgröße: variabel (Prüfung erforderlich)
  • Saughöhe: bis zu 4 m

Optionale Beheizungsarten:

  • elektrisch
  • Thermalöl
  • Dampf
  • Wasser

Vorteile von Innenzahnradpumpen

Innenzahnradpumpen bieten entscheidende Vorteile im industriellen Einsatz:

  • Selbstansaugend
  • Pulsationsarme bis pulsationsfreie Förderung
  • Kompakte Bauweise mit wenigen Bauteilen
  • Wirtschaftlich in Anschaffung und Betrieb
  • Geeignet für niedrig- bis hochviskose Medien
  • Gute Dosierfähigkeit

Durch ihre einfache und robuste Konstruktion sind Innenzahnradpumpen besonders zuverlässig und wartungsarm.

Typische Anwendungen

Innenzahnradpumpen werden vor allem für die Förderung von überwiegend reinen, nicht abrasiven Medien eingesetzt:

  • viskose Flüssigkeiten (z. B. Öle, Harze, Bitumen)
  • chemische Medien
  • Dosierprozesse
  • Anwendungen mit konstantem Förderstrom

Robuste Ausführungen ermöglichen auch den Einsatz bei Medien mit begrenztem Feststoffanteil.

Dichtungssysteme

Je nach Anwendung stehen verschiedene Dichtungslösungen zur Verfügung:

  • Stopfbuchpackungen
  • Lippendichtringe
  • Einfachwirkende Gleitringdichtungen
  • Doppeltwirkende Gleitringdichtungen
  • Magnetkupplungen

Werkstoffe und Materialien

Innenzahnradpumpen sind in verschiedenen Werkstoffen erhältlich, um unterschiedliche Medien sicher zu fördern:

  • Grauguss
  • Stahlguss
  • Stahl
  • Edelstahl
  • Sonderlegierungen auf Anfrage

Beratung & Auslegung von Innenzahnradpumpen

Beratung & Auslegung von Innenzahnradpumpen

Die Auswahl der richtigen Innenzahnradpumpe hängt stark von den individuellen Betriebsbedingungen ab – insbesondere von Medium, Viskosität, Temperatur und Fördermenge.

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  • Auslegung und Auswahl
  • Optimierung bestehender Systeme
  • Reduktion von Energie- und Wartungskosten

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